Die Geschichte der Pfarrei Darscheid und ihrer Kirchen
Darscheid gehörte einst zur Pfarrei St. Matthias in Mehren. In der kleinen Kapelle, erbaut aus Haßelsteinen, wurde
1574 vom Pastor in Mehren eine Wochenmesse zugestanden, wofür die Gemeinde jährlich 8 Malter Hafer lieferte. Die
Kapelle stand im Unterdorf, dort wo heute das Pfarrhaus steht. Sie war dem hl. Kreuz, dem Papst Cornelius und der
Gottesmutter geweiht.
1640, mitten im Dreißigjährigen Krieg, erhielt die Kapelle eine Glocke, die Korneliusglocke,
die heute noch, nach 360 Jahren, zum Darscheider Geläute gehört.
1700 konnte die 2. Glocke zu Ehren der hl. Maria
angeschafft werden.
1753 musste die 1. Darscheider Kapelle abgerissen werden, sie war baufällig und zu klein geworden.
1753-54
entstand die 2. und größere Kapelle, ein Fachwerkbau mit Turm.
Innenansicht der 1. Pfarrkirche von 1833 bis zur Erweiterung im Jahre 1923
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Im Jahre
1771 vermachte ein Darscheider Bauersmann,
Adam Göden, sein gesamtes Vermögen der Kapelle. Das war die Voraussetzung für den Unterhalt eines Priesters. Darscheid
wurde zur Vikarie erhoben und
1803 zum Pfarrort für Darscheid, Hörscheid, Utzerath, Schönbach und Allscheid ernannt.
Es gehörte nun nicht mehr zu Köln, sondern zur Diözese Trier.
Das schlichte Kirchlein, in ärmster Zeit mit viel Liebe erbaut, fing um die Jahrhundertwende an baufällig zu werden.
1818 wurde der Turm abgerissen, die Glocken läuteten fortan aus dem Kastanienbaum.
1828 stürzte ein Teil des
Gewölbes ein. Drei Jahre, von
1830-33, dauerte der Bau der neuen Pfarrkirche, die ihren Standort an der Ecke
Steininger Straße - Friedhofsweg fand.
1858 erhielt die neue Pfarrkirche ein Türmchen, dessen Bau man aus
Kostengründen zurückgestellt hatte. Unter Pfarrer Brückmann erhielt die Kirche
1872 neue Altäre: einen Hochaltar zu
Ehren des hl. Kreuzes und einen Muttergottesaltar auf der linken Seite.
Die 1. Pfarrkirche nach dem Anbau eines Großturmes 1926
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1888 stiftete die Familie Simon Schmitz
aus Utzerath den 3. Altar mit der Figur des hl. Josef. Zwei neue Fenster hinter dem Hochaltar belebten
1889 den
Chorraum.
1926 sollte ein achteckiger Turm den fehlenden Großturm der Kirche ersetzen. Es entstand ein Stilbruch,
denn der neue Turm fügte sich schlecht in die vorhandene Architektur ein. Ab
1929 bot er drei Bronzeglocken mit
Tedeumgeläute Raum,
Innenansicht der 1. Pfarrkirche nach der Erweiterung 1926
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die
1942 für Kriegszwecke requiriert und eingeschmolzen wurden.
1971 erfolgte der Abbruch der 1. Pfarrkirche,
nachdem in feierlicher Prozession mit dem Allerheiligsten die Pfarrei ausgezogen und in die von
1969-71 neuerbaute
Pfarrkirche eingezogen war.
Quellenangaben:
Hans Mülhaus - Darscheid, ein Heimatbuch