Wenn die Glocken nach Rom fliegen
Traditionelles "Osterklappern"

Wenn in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag nach der Messe mit dem "Gloria" die Glocken in der
ganzen Welt verstummen, um an die Todeszeit, an die Leidenszeit Jesu Christi während der Heiligen Drei Tage
zu erinnern, wird in einigen Gemeinden, so auch bei uns in Darscheid, an einen alten Brauch angeknüpft - an
das "Osterklappern". Dies wird nicht nur von "Klapperjungen", sondern heute auch von "Klappermädchen"
durchgeführt, von denen die meisten als Messdiener tätig sind.

Mit Ratschen und gegeneinander schlagenden Brettern unterschiedlichster Art, manche auch mit einem kleinen
Klöppel, ziehen sie von Karfreitag bis zum späten Ostersamstag dreimal (morgens, mittags und abends) täglich
durch die Straßen der Gemeinde, um mit ihren Holz-Klappern die Glocken zu "ersetzen".

Im übertragenen Sinne heißt es: Die Glocken sind nicht mehr da, sie sind nach Rom oder gar nach Jericho
"geflogen". Wenn in der Messe mit der Schelle geklingelt wird, und bei der feierlichen Messe von
Ostersamstag auf Ostersonntag während des Gottesdienstes beim "Gloria" mit dem feierlichen Halleluja wieder
die Glocken erklingen, um die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden, ist das Klappern schon einige Stunden
vorher wieder eingestellt worden.
Inwieweit das "Klappern" ein christlicher Brauch ist, lässt sich nicht genau feststellen. Gesichert ist
jedoch, dass die Glocken schon seit vielen Jahrhunderten in der Osterzeit verstummen, um bewusst an die
qualvolle Leidenszeit Jesu zu erinnern.
So ziehen auch in anderen Orten die klappernden Mädchen und Jungen durch die Straßen, um mit ihrem
dezenten "Glocken-Ersatz" die Menschen an den Gottesdienst zu erinnern.
Hier sehen Sie noch einige Bilder von 2009
sollte es ein Bild geben, dass hier nicht veröffentlicht werden sollte, so sagt es
mir bitte